"Zweite" entführt einen Punkt aus Uevekoven

Die Mannschaft von Coach Frank Hahn und Spieler-Co-Trainer Nino Musebrink, der heute krankheitsbedingt pausierte, trat am Abend bei den Sportfreunden aus Uevekoven an. Beim Tabellenführer hatte man einerseits den ein oder anderen Ausfall zu kompensieren, andererseits den ein oder anderen Spieler aus der ersten Mannschaft dabei. Jedoch nutzte man hier, um den Wettbewerb nicht zu verzerren, nicht das ganze Repertoire an Möglichkeiten, das denkbar gewesen wäre. So war als einziger Stammspieler der 1. Mannschaft Yannik Fongern im Kader. Die Heimmannschaft machte als Tabellenführer naturgemäß das Spiel, während Helpenstein eher abwartend agierte. Zunächst funktionierte dies ganz gut, allerdings blieb man im Spiel nach vorne über weite Strecken der ersten Halbzeit ungefährlich. Die größte Chance hatte René Fell, der einen vom Verteidiger unterlaufenen Diagonalball gut in den Lauf mitnahm, sich dann aber den Ball beim Versuch den Torhüter zu umkurven ein Stück zu weit nach links legte, so dass ein Uevekovener Spieler noch das Tor vereiteln konnte. Eine weitere Gelegenheit bot sich Tim Harff, der entschlossen einer Flank in den Strafraum nachging, aber den Ball nicht mehr kontrollieren konnte. Der Tabellenführer spielte sich ein Chancenplus heraus, hatte bei dem ein oder anderen Angriff jedoch nicht das Quäntchen Glück und viele Torchancen in Hälfte eins resultierten aus Fernschüssen, die nicht ungefährlich aussahen, aber das Tor am Ende verfehlten. Entsprechend stand es zur Pause 0:0, was nicht ganz ungerecht war, da die großen Chancen auf beiden Seiten liegen gelassen worden und viele gegnerische Chancen aus Fernschüssen bestanden. 

 

In Hälfte zwei sollte das Spiel weiter lange torlos bleiben. Zwar spielte Helpenstein in Hälfte zwei zunächst nicht schlechter, aber mit zunehmender Spieldauer schien der Gegner mehr Kraftreserven zu besitzen und startete gefährliche Angriffe in Serie. Immer wieder gelang es Uevekoven über die Flügel mit Tempo durchzudringen. Allerdings scheiterte man immer wieder an Berti Kowol, der einige Großchancen inklusive Nachschuß vereitelte und auf Helpensteiner Seite zum Spieler des Spiels avancierte. Zu dem guten Tag, den Beri Kowol erwischt hatte, hatte der ein oder andere Spieler von Uevekoven vor dem Tor einen extrem unglücklichen Tag. Eine klare Uevekovener Führung wäre von den Torchancen her allemal verdient gewesen. Es sollte aber lange dauern, bis der Heimmannschaft der Führungstreffer gelang. Dieser hätte allerdings nicht zustande kommen dürfen, da ein Uevekovener Spieler zuvor zum taktischen Foul gegriffen hatte und Yannick Fongern in die Hacke getreten hatte. Der Schiedsrichter sah das Foul nicht oder legte die Sitiuation nicht als Foul aus, so dass Uevekoven einen Konter starten konnte, der mit einem Elfmeterpfiff endete. Die Verärgerung war entsprechend groß und Mike Verbocket sah in der Folge die rote Karte.  Da Domenik Kruszek sich die Chance nicht nehmen ließ und den Fouleffmeter verwandelte, fühlte man sich um den Lohn gebracht, auch wenn Uevekoven von den Chancen her, das Tor längst verdient gehabt hätte. Das Spiel wurde in der Schlußphase hitzig und es gab von daher etwas mehr Nachspielzeit. Hier brachte sich die Heimmannschaft dann nach einem Freistoß selbst um den Lohn. Mehrere Uvekovener Spieler standen auf einem Fleck und beim Versuch den Ball zu klären, kam es zum einen zu einem Zusammenstoß mit dem Keeper und zum anderen bugsierte sich Uevekoven bei der Aktion den Ball ins eigene Tor. Danach war das Spiel zuende. Zwar kann man sagen, dass das Tor ausgleichende Gerechtigkeit dafür war, dass der Elfmeter nicht hätte zustande kommen dürfen. Letzten Endes muss man jedoch sagen, dass man heute mit viel Einsatz einen glücklichen Punkt mitgenommen hat und Uevekoven sich von den Chancen her einen Sieg verdient gehabt hätte. 

Aufstellung: Kowol - Hortmanns, Harff, Jones, Verbocket - Fongern, Nösler (80.min Borrmann), Yatkin (46.min Lening), Stender - Fell, Rachau   

Tore: 0:1 Kruczek (85.min, FE), 1:1 Harff (90+6min)

SR:  Dirk Wiegand